So lautet mein Fazit aus der Fahrt am vergangenen Samstag. Ursprünglich war geplant, am Sonntag zur Colmnitzer RTF zu fahren, diese zu bestreiten und wieder heim. Allerdings war die Wettervorhersage nicht berauschend. So entschied ich für uns 3 Teilnehmer am Ötztaler, dass wir bereits am Samstag starten. Dass das Wetter am Sonntag letztendlich besser war, als am Samstag, das muss jetzt niemand wissen
. Die Voraussetzungen waren unterschiedlich, ich hatte knapp 1.400km weg, einer schon über 4.000km und der dritte irgendwie sowas in meiner Drehe.
Start war 8:20 Uhr bei mir vor der Haustür. Am Abend zufuhr bin ich deshalb früher von einer Hochzeit weg, um zumindest auf dem Bock nicht einzuschlafen. Wir fuhren zu zweit los und haben dann in Tharandt den dritten Fahrer getroffen, allerdings mit einer leichten Verspätung durch vermutlich mich. Weiter ging’s im Kreis. Ja genau, im Kreis… mehr oder weniger. Ich hatte die Strecke in Trails geladen und diesmal auch die Karten offline verfügbar gemacht. Der Kollege hatte einen Garmin, ebenfalls mit der Strecke. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten: wir hatten verschiedene Strecken
. Jedenfalls sind wir zu Beginn ein paar merkwürdige Schleifen gedreht, was sich aber legen sollte.
Ich muss gestehen, dass ich mir nicht sicher war, ob das Vorhaben dieses Tages vielleicht doch noch eine Nummer zu groß für mich war. Am Ende stellte sich heraus, dass es ging und auch der nächste Tag war erstaunlich entspannt. Natürlich merkte ich zwei schwerere Beine, aber es war alles im Rahmen des Erträglichen.
Die Runde führte uns bis ins Erzgebirge an die Grenze nach Tschechien. Viel gibt’s da nicht zu sehen. Dieser Teil des Erzgebirges ist hügelig, mit viel Wald versehen und besteht sonst noch aus vielen kleinen Dörfern, die mir alle sehr verschlafen aussahen. Der Winter hatte den Straßen recht ordentlich zugetragen, so dass ab und zu mal ein klein wenig Slalom angesagt war.
In Altenberg war dann nach ca. 94km der erste offizielle Halt angesagt. Konkret wurde die Tankstelle um Wasser, Kaffee und Bockwurst erleichtert. Ich habe nur Wasser und Kaffee konsumiert. Neben dem Cannondale (das Ding sieht aber auch einfach scharf aus) des gefühlten 2m großen Kollegen, sah mein Bock aus wie ein Kinderfahrrad – was mir natürlich auch direkt von den beiden unter die Nase gerieben wurde mit den Worten “Ist das schon ein 24er?”. Der Heimweg wich dann von der eigentlichen Route der RTF erheblich ab (wobei schon Altenberg nicht Bestandteil der Route war). Letztendlich ging es über Nebenstraßen und Dörfchen Richtung Heimat. Ich hatte zwischendurch nochmal das Gefühl, dass wir im Kreis fahren, was die beiden anderen aber mit einem Grinsen widerrufen haben – ich bin mir nun nicht sicher, ob die das mit Absicht gemacht haben
.
Angekommen im Tharandter Wald trennten sich unsere Wege wieder. So fuhr ich mit dem Kollegen vom Morgen wieder zusammen nach Coswig, der andere Kollege msuste abbiegen und Richtung Dresden. Nachdem die letzten Erhebungen hinter mir lagen, war ich ein bisl stolz, als ich auf die km schaute. Am Ende standen für mich 178km und knapp 2.500Hm da, überwunden in ca. 7h.
Noch erstaunlicher war oder ist, dass ich mit Krämpfen und meinem Knie eigentlich keine Schwierigkeiten hatte. Gegen Ende machten sich lediglich die Oberschenkel und Waden bei Druck in die Pedale und Zug aus ihr bemerkbar – es hat jedoch nicht geknallt.
Bei aller Freude bleibt mein kritischer Blick auf den Sommer. Dort werden es dann nochmal 60km mehr sein und mehr als die doppelten Hm – es gibt also noch viel zu tun. Auf geht’s!



Huiuiui Respekt, starke Leistung! Wenn das so weiter geht kannst du für den Ötztaler guter Dinge sein denk ich.
Die Route sieht lustig aus, da sind ja wirklich einige merkwürdige schleifen drin. Aber hey, es geht ja immerhin nicht darum um von A nach B zu fahren, sondern um den Spaß an der Freud
Gruß Christian.
War doch ein sehr ordentliches Training. Die Landschaft beim Ötztaler ist mit Sicherheit sehr viel schöner, da macht es mehr Spass und es fährt sich leichter. Aber am besten finde ich, dass Du der Bockwurst beim Zwischenstopp widerstanden hast.
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